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Resümee und Bericht von meinem Qualifikationsdesaster

Fakt ist, dass ich die Qualifikation für eine mögliche 3. Olympiateilnahmen nicht geschafft habe. Gleich im vorhinein will ich aber anmerken, dass es bestimmt nicht an meinem Umfeld gelegen hat. Die Trainingsvorbereitung und Unterstützung meines Trainers Christoph Peprnicek hätten besser kaum sein können. Die Unterstützung von Hans Ebenberger und allen Sponsoren war ebenso sehr gut. Auch die Richtlinien der Qualifikation wären sehr schaff bar gewesen und mit den extrem schweren ÖOC Normen von 2004 und 2008 nicht zu vergleichen.

Bis zum ersten Weltcup Rennen in Südafrika ist alles nach Plan verlaufen.
Der Kahnbeinbruch beim WC Testrennen am 10.3.2012 war aber eigentlich schon der Anfang vom Ende. Um irgendwie im Rennen um die Olympiaqualifikation zu bleiben versuchte ich die Trainingsintensität auch ohne Wettkämpf sehr hochzuhalten.

20 Tage nach der Kahnbein OP hatte ich mich für den Start beim WC in Houffalize entschieden. Im Normalfall hätte ich die Verletzung ordentlich auskurieren sollen und mit „normalen“ Aufbauwettkämpfen wieder ins Renngeschehen einsteigen sollen. Aufgrund der noch Chance auf eine Qualifikation war das aber nicht möglich.

Der Plan in Houffalize unter die Top 60 zu fahren um WC Punkte zu bekommen um die Startposition im nächsten Weltcup zu verbessern, ist knapp gescheitert.

Das nächste Qualirennen in Haiming/AUT habe ich dann mit dem noch nicht verheilten Bruch ausgelassen.
In weiterer Folge bin ich vor dem HC Rennen in Heubach kurz krank gewesen, mit einem Tag Pause war das aber wieder ok und das Rennen in Heubach war so gut, dass ich wieder Vertrauen in mich hatte.
Sehr motiviert für das C1 Rennen in Stattegg habe ich wieder sehr gut trainiert bis ich mir wieder einen Infekt einfing und dadurch mehrere Tage pausieren mußte und auch den Wettkampf in Stattegg nicht fahren konnte.
Bei den nachfolgenden Welcup in Nove Mesto/CZ versuchte ich alles Vergangene zu vergessen und voll auf Angriff zu fahren. In der Startphase bin ich sehr knapp einem großen Startsturz entkommen und konnte mich nach der Startrunde unter die Top 50 einreihen. Da mir der Kurs sehr gut liegt war das eine große Chance für ein Top Resultat. Im weiteren Rennverlauf lief aber überhaupt nichts mehr, höchstwahrscheinlich noch vom Infekt geschwächt gab ich das Rennen in der 3. Runde entkräftet auf.
Der Weltcup in La Bresse/FRA war die letzte theoretische Chance für eine Qualifikation. Mit Startplatz 87 auf einer Strecke, auf der es schwer zu überholen war und somit Plätze gutzumachen, war die Ausgangsposition schon sehr schlecht. In der kurzen Startrunde und in der ersten Runde war ein normales fahren fast unmöglich. Ein Sturz in Runde 2 hat dann auch diesen Wettkampf und somit auch die Qualifikationsodyssee beendet.

Die Europameisterschaft in Moskau werde ich auslassen und nach einer Pause einen neuen Aufbau in Richtung Heim WM in Saalfelden starten.

Abschließend ist zu erwähnen, dass ich 2004 bei meiner 1. Olympiateilnahme 16. der Welt war und das Olympische Rennen mit Platz 15 beenden konnte.
2008 war ich 5. der Welt und an meinem bisherigen sportlichen Höhepunkt und wurde 6. bei den Olympischen Spielen.
Da für mich Olympia 2016 in keinster Weise anzudenken ist bin ich trotzdem sehr Stolz 2 mal Teil dieser unglaublichen Veranstaltung gewesen zu sein.